Autor
Sandra Burmeier, Reto Schneider, Philippe Brahin.
Schweiz
Herausgeber:
Swiss Reinsurance Company Ltd.
Veröffentlicht in:
www.swissre.com/library/
Veröffentlicht: 13.08.2013
auf EMF:data seit 13.08.2013
Schlagwörter zu dieser Dokumentation:
Publikation Sachstand

Swiss Re SONAR. Emerging risk insights. Unforeseen consequences of electromagnetic fields.

Übersetzung n.n. vorhanden!

Auszug aus dem Originaltext Übersetzung n.n. vorhanden!

The ubiquity of electromagnetic fields (EMF) raises concerns about potential implications for human health, in particular with regard to the use of mobile phones, power lines or antennas for broadcasting. Over the last decade, the spread of wireless devices has accelerated enormously. The convergence of mobile phones with computer technology has led to the proliferation of new and emerging technologies. This development has increased exposure to electromagnetic fields, the health impacts of which remain unknown.

Anxiety over the potential risks related to EMF has risen. Studies are difficult to conduct, since time trend studies are inconsistent due to the still rather recent proliferation of wireless technology. The WHO has classified extremely low-frequency magnetic fields and radiofrequency electromagnetic fields, such as radition emitted by cell phones, as potentially carcinogenic to humans (Class 2B carcinogen). Furthermore, a recent ruling by an Italian court suggested a link between mobile phone radiation and human health impairment. Overall, however, scientific studies are still inconclusive regarding possible adverse health effects of EMF.

If a direct link between EMF and human health problems were established, it would open doors for new claims and could ultimately lead to large losses under product liability covers. Liability rates would likely rise.

Zum Inhalt

Rückversicherer Swiss-Re stuft den Mobilfunk in die höchste Risikostufe ein

Versicherer befürchtet bei nachgewiesenen Gesundheitsbeschwerden neue Schadensersatzansprüche und große Verluste bei der Produkthaftpflichtversicherung.

Unter dem Titel "Unvorhersehbare Folgen elektromagnetischer Felder" warnt einer der weltgrössten Rückversicherer, die Swiss-RE, ihre Kunden vor Risiken, die ihnen die Sparte Produkthaftpflicht bei Mobiltelefonen und Sendeanlagen bescheren könnte. Bei einer Rückversicherungsgesellschaft können sich normale Versicherungsgesellschaften rückversichern. Swiss-Re unterscheidet in ihrem Heft Swiss-Re-SONAR vom Juni 2013 bei neu auftauchenden Risiken zwischen potentiell niedrigen, potentiell mittleren und potentiell hohen Risiken. Elektromagnetische Felder, die von Sendeanlagen und Mobiltelefonen ausgehen, werden nun unter den potentiell höchsten Risiken eingereiht. Die Elektromagnetischen Felder stehen dabei neben zwei weiteren von Swiss-RE als potentiell hoch eingestuften Risiken wie die Nanotechnologie und chemische, als EDC (endocrine disrupting chemicals) bezeichnete Substanzen, die u.a. in der Textilbranche eingesetzt werden. "Die Eingruppierung der Mobilfunkstrahlung als "potentiell hohes Risiko" durch eine bedeutende Versicherung müsste all jenen Politikern zu denken geben, die immer noch versichern, dass alles sicher sei,“ kommentiert Jörn Gutbier, Vorstandsvorsitzender der Verbraucherschutzorganisation Diagnose-Funk Vorstand e.V. und fordert: „Es ist Zeit, dass die Verbraucher, vor allen SmartPhone und TabletPC-Nutzer über Risiken aufgeklärt und vor allem Kinder, die u.a. WLAN-Spiele nutzen, nachhaltig geschützt werden. Eine Vorsorgepolitik ist unerlässlich". Aus der diagnose:funk Pressemtteilung vom 25.11.2013.

Folgend eine Übersetzung des Textes der Swiss-RE:

„Durch die Allgegenwart von elektromagnetischen Feldern steigen die Bedenken über die möglichen Einwirkungen auf die menschliche Gesundheit, insbesondere in Bezug auf den Gebrauch von Mobiltelefonen, sowie bei Stromleitungen und Sendeanlagen. In den letzten 10 Jahren haben sich die drahtlosen Geräte massiv ausgebreitet. Die Verbindung von Mobiltelefonen mit der Computertechnologie hat zu einer starken Zunahme neuer und neu entstehender Technologien geführt. Diese Entwicklung hat die Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern erhöht, deren Auswirkungen auf die Gesundheit noch unbekannt sind.  Die Angst vor potentiellen Risiken wegen elektromagnetischer Felder ist gestiegen. Studien sind schwer durchzuführen, da Längsschnittstudien und Trendstudien wegen der relativ kurzen Zeit der Verbreitung der drahtlosen Technologie inkonsistent sind. Die Weltgesundheitsorganisation hat die extrem niederfrequenten magnetischen Felder und die hochfrequenten elektromagnetischen Felder, wie sie von Mobiltelefonen ausgestrahlt werden, als für die Menschen möglicherweise krebserregend (Klasse 2 B) eingestuft. Zudem hat ein aktueller Gerichtsentscheid aus Italien den Zusammenhang zwischen Mobilfunkstrahlung und der Schädigung der menschlichen Gesundheit festgestellt. Insgesamt aber ist die Studienlage noch nicht schlüssig in Bezug auf mögliche negative gesundheitliche Auswirkungen von EMF.

Möglicher Einfluss auf die Versicherungsbranche:  

Falls ein direkter Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Feldern und menschlichen Gesundheitsbeschwerden hergestellt werden kann, würde dies Tür und Tor für neue Schadensersatzansprüche öffnen. Dies würde im Endeffekt zu großen Verlusten im Bereich der Produkthaftpflichtversicherung führen. Die Versicherungsprämien für die Haftpflicht würden wahrscheinlich steigen.“   (S. 11, Übersetzung durch EMF:data)