Autor
diagnose:funk |
Deutschland
Herausgeber:
diagnose:funk.
Veröffentlicht: 01.02.2012
auf EMF:data seit 01.02.2012
Seitenzahl: 20
Format: A4
Schlagwörter zu dieser Dokumentation:
Publikation diagnose:funk

Elektrohypersensibilität - Tatsache oder Einbildung? Vorwort zur Übersetzung des Forschungsüberblicks von Genuis / Lipp (2011).

Auszug aus dem Originaltext

Handystrahlung soll krank machen? „Ich spüre und merke nichts!“, sagen viele Menschen. Das ist das Typische bei vielen Umweltgefahren, bei Feinstaub, UV – und radioaktiver Strahlung oder belasteten Lebensmitteln, man spürt zunächst nichts. Aber es gibt sensible und allergische Menschen, die Umwelt-Beeinträchtigungen sofort spüren. Und so spüren die Elektrohypersensiblen (EHS) die Auswirkungen der elektromagnetischen Felder (EMF) so stark, dass viele nicht mehr am normalen Leben teilnehmen können, oft arbeitsunfähig werden.

Überall sind diese künstlich erzeugten elektromagnetischen Felder des Mobilfunks erst seit Ende der 90er Jahre in bis dahin nicht gekannter Stärke: Mobilfunkmasten bestrahlen nahezu lückenlos das Land, HotSpots im Zug, in der S-Bahn, der Bibliothek, in Gaststätten, im Krankenhaus, DECT-Telefone und WLAN-Verbindungen bestrahlen Wohnungen und Arbeitsplätze. Es gibt praktisch keine elektrosmogfreien Zonen mehr. Kopfweh, Erschöpfungszustände, Schlaflosigkeit, Bluthochdruck oder Herzrasen bekommen sensible Menschen durch die elektromagnetischen Felder. Gehen die Elektrohypersensiblen zu einem Arzt, werden sie oft als psychisch krank eingestuft. Bei Nachfragen stellt sich schnell heraus, dass Ärzte sich mit diesem Thema gar nicht gründlich befasst haben, oft sorglos Argumente der Mobilfunkindustrie wiedergeben.