Autor(en):
Redmayne M*, Smith E, Abramson MJ.
* School of Geography, Environment and Earth Sciences, Victoria University of Wellington, Wellington.
Neuseeland
Veröffentlicht in:
Environ Health 2013; 12: 90
Veröffentlicht: 22.10.2013
auf EMF:data seit 17.08.2017
Weitere Veröffentlichungen:
Medizinische/biologische Studien

Der Zusammenhang zwischen dem Wohlbefinden von Jugendlichen und ihre Nutzung von Mobiltelefonen und Schnurlostelefonen: eine Querschnittsstudie.

The relationship between adolescents' well-being and their wireless phone use: a cross-sectional study.

Original AbstractÜbersetzung n.n. vorhanden!

Background: The exposure of young people to radiofrequency electromagnetic fields (RF-EMFs) has increased rapidly in recent years with their increased use of cellphones and use of cordless phones and WiFi. We sought to ascertain associations between New Zealand early-adolescents' subjective well-being and self-reported use of, or exposure to, wireless telephone and internet technology.

Methods: In this cross-sectional survey, participants completed questionnaires in class about their cellphone and cordless phone use, their self-reported well-being, and possible confounding information such as whether they had had influenza recently or had a television in the bedroom. Parental questionnaires provided data on whether they had WiFi at home and cordless phone ownership and model. Data were analysed with Ordinal Logistic Regression adjusting for common confounders. Odds ratios (OR) and 95% confidence intervals were calculated.

Results: The number and duration of cellphone and cordless phone calls were associated with increased risk of headaches (>6 cellphone calls over 10 minutes weekly, adjusted OR 2.4, CI 1.2-4.8; >15 minutes cordless use daily adjusted OR 1.74, CI 1.1-2.9)). Texting and extended use of wireless phones was related to having a painful 'texting' thumb). Using a wired cellphone headset was associated with tinnitus (adjusted OR 1.8, CI 1.0-3.3), while wireless headsets were associated with headache (adjusted OR 2.2, CI 1.1-4.5), feeling down/depressed (adjusted OR 2.0, CI 1.1-3.8), and waking in the night (adjusted OR 2.4, CI 1.2-4.8). Several cordless phone frequencies bands were related to tinnitus, feeling down/depressed and sleepiness at school, while the last of these was also related to modulation. Waking nightly was less likely for those with WiFi at home (adjusted OR 0.7, CI 0.4-0.99). Being woken at night by a cellphone was strongly related to tiredness at school (OR 3.49, CI 1.97-6.2).

Conclusions: There were more statistically significant associations (36%) than could be expected by chance (5%). Several were dose-dependent relationships. To safeguard young people's well-being, we suggest limiting their use of cellphones and cordless phones to less than 15 minutes daily, and employing a speaker-phone device for longer daily use. We recommend parental measures are taken to prevent young people being woken by their cellphones.

Keywords

Cellular telephone | Cordless telephone | Headache | Tinnitus | Sleep | Depression | Frequency-specific | Headset

Exposition:

Mobiles Internet/WLAN
Schnurlostelefone/DECT
Mobiltelefone

EMF:data Recherche

Die Arbeitsgruppe "EMF und Umwelt" vom Wissenschaftl. Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste berichtete in seinem EMF Brief 115 über die Studienergebnisse:

"Die Exposition von Jugendlichen gegenüber hochfrequenten elektromagnetischen Feldern (HF-EMF) hat sich in den letzten Jahren mit dem verstärkten Einsatz von Mobiltelefonen und der Verwendung von schnurlosen Telefonen und WLAN erhöht. Ziel dieser Studie war es, den Zusammenhang zwischen dem subjektiven Wohlbefinden von neuseeländischen Jugendlichen und der selbstberichteten Nutzung oder Exposition gegenüber schnurlosen Telefonen und Internet-Technologien zu ermitteln. In dieser Querschnittsstudie beantworteten die Teilnehmer in ihren Schulklassen Fragebögen über die Nutzung ihres Mobil- und Schnurlostelefons, über ihr Wohlbefinden und über Informationen zu möglichen Störfaktoren, wie z. B. ob sie kurz zuvor eine Grippeerkrankung hatten oder ob sie ein Fernsehgerät im Schlafzimmer haben. Mit Hilfe von Fragebögen an die Eltern konnten zusätzlich Daten über das Vorhandensein von WLAN und Schnurlostelefonen sowie auch deren Modellbezeichnung ermittelt werden. Die Daten wurden mit Hilfe einer ordinalen logistischen Regression, korrigiert für allgemeine Störfaktoren, analysiert. Odds Ratios (OR) und 95%-Konfidenzintervalle (KI) wurden berechnet.

Die Anzahl und Dauer der Mobil- und Schnurlostelefongespräche wurden mit einem erhöhten Risiko von Kopfschmerzen assoziiert (> 6 Mobiltelefongespräche über 10 Minuten pro Woche, OR 2.4, KI 1,2-4,8; > 15 Minuten tägliche Nutzung eines Schnurlostelefons OR 1,74, KI 1,1-2,9). Das Schreiben von Textnachrichten und die ausgedehnte Verwendung von Mobiltelefonen war verbunden mit einem schmerzhaften 'SMS' Daumen. Die Nutzung eines kabelgebundenen Headsets für Mobiltelefone wurde mit Tinnitus assoziiert (OR 1,8, KI 1,0-3,3), während schnurlosen Headsets Kopfschmerzen (OR 2,2, KI 1,1-4,5), seelische Abgeschlagenheit (OR 2,0, KI 1,1-3.8), und das Aufwachen in der Nacht (OR 2,4, KI 1,2-4,8) zugeordnet wurden. Mehrere Schnurlostelefon-Frequenzbänder waren mit Tinnitus, seelischer Abgeschlagenheit und Müdigkeit in der Schule verbunden, während letztere auch mit der Modulation in Zusammenhang stand. Ein Einfluss von WLAN auf das nächtliche Erwachen war weniger wahrscheinlich (OR 0,7, KI 0,4-0,99). In der Nacht von einem Mobiltelefon geweckt zu werden, stand stark im Zusammenhang mit der Müdigkeit in der Schule (OR 3,49, KI 1,97-6,2). Es gab mehr statistisch signifikante Zusammenhänge (36%) als durch Zufall (5%) erwartet werden konnten. In mehreren Fällen handelte es sich um dosisabhängige Beziehungen.

Zur Sicherung des Wohlbefindens junger Menschen empfehlen die Wissenschaftler, die Nutzung von Mobiltelefonen und schnurlosen Telefonen auf weniger als 15 Minuten täglich zu begrenzen und für längere tägliche Gespräche eine Freisprecheinrichtung zu verwenden. Außerdem empfehlen sie den Eltern, Maßnahmen zu treffen, die verhindern, dass junge Menschen von ihren Mobiltelefonen geweckt werden."

(Quelle: www.wik.org)