Autor(en):
Divan HA*, Kheifets L, Obel C, Olsen J.
* Division of Biostatistics, Department of Preventive Medicine, Keck School of Medicine of the University of Southern California, Los Angeles, California.
USA
Veröffentlicht in:
J Epidemiol Community Health 2012; 66 (6): 524-529
Veröffentlicht: 01.06.2012
auf EMF:data seit 08.06.2017
Weitere Veröffentlichungen:
Schlagwörter zu dieser Studie:
Wirkung auf Kinder/Jugendliche  |  Gedächtnis, Lernen, Verhalten
Epidemiologische Studien

Mobiltelefon-Nutzung und Verhaltens-Probleme bei Kindern.

Cell phone use and behavioural problems in young children.

Original Abstract

Quelle: PubMed
Exposition:

Mobiltelefone

EMF:data Recherche

Divan et al. veröffentlichten bereits 2008 eine erste Studie zum Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung während der Schwangerschaft bzw. früher Kindheit und späteren Verhaltens-Problemen der Kinder. Sie wurde an 13169 Kindern durchgeführt. Wenn Mütter digital schnurlos während der Schwangerschaft telefonieren, ergibt sich danach ein Risiko von 54% Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder hyperaktiv werden und Verhaltensstörungen wie Beziehungsschwierigkeiten zu Gleichaltrigen zeigen. Wenn diese Kinder vor Erreichen des 7. Lebensjahres auch noch selbst mit Handys telefonieren, steigt die Wahrscheinlich-keit auf 80%. Diese Kinder haben zu 25% seelische Probleme; 34% haben Schwierig-keiten mit Altersgenossen; 35% zeigen Hyperaktivität; 49% ein auffälliges Verhalten. Die Studie wurde nun wiederholt.

Die Arbeitsgruppe "EMF und Umwelt" vom Wissenschaftl. Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste berichtete über die Studie wie folgt in seinem EMF Brief:

„Siebenjährige Kinder, die im Mutterleib und nach der Geburt Mobiltelefonen ausgesetzt waren, haben ein höheres Risiko von Verhaltensproblemen, was möglichweise auf die von diesen Geräten ausgehende elektromagnetische Strahlung zurückzuführen ist. Auf diesen Zusammenhang deutet das Ergebnis einer Studie hin, die auf Daten von insgesamt 29.000 Kindern basiert. Dieser Befund repliziert die Ergebnisse einer Untersuchung aus dem Jahr 2008 mit insgesamt 13.000 Kindern, die vom selben US-amerikanischen Forscherteam durchgeführt wurde. Während die frühere Studie möglicherweise wichtige Variablen, die Einfluss auf dieses Ergebnis haben können, unberücksichtigt ließ, seien diese in der neuen Studie beachtet worden, erklärt Leeka Kheifets, Epidemiologin an der kalifornischen Universität für öffentliche Gesundheit in Los Angeles gegenüber MedlinePlus, dem Informationsdienst des nationalen US-amerikanischen Institut für Gesundheit (National Institute of Health).“